Samstag, 19. November 2016

Symposium 2016: Grußworte durch Frau Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser


Symposium 2016: Grußworte durch Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser 

Historische Rebsorten machen Biodiversität erlebbar und sorgen für Abwechslung am Gaumen

18.11.2016 Pressestelle:Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Tappeser beim Symposium „Historische Rebsorten“ in der Hochschule Geisenheim
„In einer Zukunft geprägt von Wetterextremen können historische Rebsorten eine Grundlage für eine gesunde Zukunft des Weinbaus in Hessen bieten. Denn manch eine alte Sorte ist widerstandsfähiger und kann mit extremen Bedingungen besser umgehen als moderne, auf Effizienz gezüchtete, Rebsorten. Jedenfalls liegt hier ein großes Potential, das es zu erhalten und auszubauen gilt“, mit diesen Worten beschrieb Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium, in ihrem Grußwort zum Symposium „Historische Rebsorten“ den aktuellen Stand zur Erhaltung und zum Anbau alter Sorten in Hessen. Die Hochschule Geisenheim, der Verein zur Förderung des Historischen Weinbaus im Rheingau e.V. und die Gruppe ‚Slow Food Rheingau‘ hatten zur Veranstaltung eingeladen.

Bei allem Verständnis für das Bemühen um eine Profilierung der Anbaugebiete und ihrer Weinbaubetriebe im wettbewerbsgeprägten globalisierten Markt über einzelne Rebsorten wie den Riesling oder Spätburgunder dürfe die Erhaltung der genetischen Vielfalt nicht vernachlässigt werden. Ihre Förderung sei ein wichtiges Ziel der Hessischen Biodiversitätsstrategie, die wiederum das nachhaltige und ressourcenschonende Wirtschaften in Hessen befördern soll.

Als ein gelungenes Beispiel für die Erhaltung der genetischen Ressourcen durch eine historische Rebsorte in Verbindung mit dem wirtschaftlichen Nutzen für die Weinbaubetriebe und dem Genuss der Verbraucher kann der wiederbelebte Anbau des Roten Rieslings gelten. Dieser werde mittlerweile auf fast 30 Hektar wieder in Hessen angebaut. Historische Rebsorten nachhaltig zu schützen, indem die erzeugten Trauben zu Wein verarbeitet dem Verbraucher schmackhaft gemacht werden, zeige, dass sich der ökologische Anspruch auch mit wirtschaftlichem Nutzen verbinden lasse.

Abschließend wünschte die Staatssekretärin dem „Netzwerk Historischer Weinbau im Rheingau“, in dem sich zahlreiche Unterstützer zum Erhalt der historischen Rebsorten zusammengefunden haben, weiterhin ein gutes Gelingen, einen erfolgreichen Anbau und auch ein entsprechendes wertschätzendes Interesse der Verbraucher.

Quelle: Pressemitteilung des HMUKLV vom 18.11.2016