Sonntag, 20. November 2016

Symposium 2016 - Auswertung folgt ...

Voller Hörsaal an der Hochschule Geisenheim, Symposium Historische Rebsorten am 18.11.2016

Das Symposium Historische Rebsorten 2016 an der Hochschule Geisenheim ist vorbei. Der große Zuspruch und die vielen positiven Reaktionen haben uns überwältigt! Wir sind sehr dankbar für fast 250 Besucher, die wir für das Thema begeistern konnten.

Zur Dokumentation werden wir die Veranstaltung inhaltlich auswerten und die Auswertungen hier in Kürze in Text, Bild und als Video zur Verfügung stellen.

Ihr Organisationsteam aus

Hochschule Geisenheim University
Slow Food Rheingau
Verein zur Förderung des Historischen Weinbaus im Rheingau e.V.

Großer Andrang bei der Verkostung: 36 Weine aus historischen Sorten


Samstag, 19. November 2016

Symposium 2016: Grußworte durch Frau Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser


Symposium 2016: Grußworte durch Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser 

Historische Rebsorten machen Biodiversität erlebbar und sorgen für Abwechslung am Gaumen

18.11.2016 Pressestelle:Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Tappeser beim Symposium „Historische Rebsorten“ in der Hochschule Geisenheim
„In einer Zukunft geprägt von Wetterextremen können historische Rebsorten eine Grundlage für eine gesunde Zukunft des Weinbaus in Hessen bieten. Denn manch eine alte Sorte ist widerstandsfähiger und kann mit extremen Bedingungen besser umgehen als moderne, auf Effizienz gezüchtete, Rebsorten. Jedenfalls liegt hier ein großes Potential, das es zu erhalten und auszubauen gilt“, mit diesen Worten beschrieb Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium, in ihrem Grußwort zum Symposium „Historische Rebsorten“ den aktuellen Stand zur Erhaltung und zum Anbau alter Sorten in Hessen. Die Hochschule Geisenheim, der Verein zur Förderung des Historischen Weinbaus im Rheingau e.V. und die Gruppe ‚Slow Food Rheingau‘ hatten zur Veranstaltung eingeladen.

Bei allem Verständnis für das Bemühen um eine Profilierung der Anbaugebiete und ihrer Weinbaubetriebe im wettbewerbsgeprägten globalisierten Markt über einzelne Rebsorten wie den Riesling oder Spätburgunder dürfe die Erhaltung der genetischen Vielfalt nicht vernachlässigt werden. Ihre Förderung sei ein wichtiges Ziel der Hessischen Biodiversitätsstrategie, die wiederum das nachhaltige und ressourcenschonende Wirtschaften in Hessen befördern soll.

Als ein gelungenes Beispiel für die Erhaltung der genetischen Ressourcen durch eine historische Rebsorte in Verbindung mit dem wirtschaftlichen Nutzen für die Weinbaubetriebe und dem Genuss der Verbraucher kann der wiederbelebte Anbau des Roten Rieslings gelten. Dieser werde mittlerweile auf fast 30 Hektar wieder in Hessen angebaut. Historische Rebsorten nachhaltig zu schützen, indem die erzeugten Trauben zu Wein verarbeitet dem Verbraucher schmackhaft gemacht werden, zeige, dass sich der ökologische Anspruch auch mit wirtschaftlichem Nutzen verbinden lasse.

Abschließend wünschte die Staatssekretärin dem „Netzwerk Historischer Weinbau im Rheingau“, in dem sich zahlreiche Unterstützer zum Erhalt der historischen Rebsorten zusammengefunden haben, weiterhin ein gutes Gelingen, einen erfolgreichen Anbau und auch ein entsprechendes wertschätzendes Interesse der Verbraucher.

Quelle: Pressemitteilung des HMUKLV vom 18.11.2016

Samstag, 22. Oktober 2016

Symposium Historische Rebsorten am 18.11.2016 in der Hochschule Geisenheim


Historische Rebsorten – ein Weg in die Zukunft?
Ein Symposium mit Verkostung

Am Freitag, 18. November ab 13.30 Uhr dreht sich in der Hochschule Geisenheim alles um historische Rebsorten. Im Rahmen einer Gemeinschafts-Veranstaltung des Instituts für Rebenzüchtung, von Slow Food Rheingau und dem neu gegründeten Verein zur Förderung des historischen Weinbaus im Rheingau werden neue Projekte vorgestellt und Erfahrungen diskutiert. Dabei geht es unter anderem um die spannende Frage, wie durch historische Rebsorten die Bio-Diversität im Weinbau wieder erhöht werden kann. Dadurch können neue Marktnischen entstehen, die dem Weinbau auch im internationalen Wettbewerb weiterhelfen.

Die Tagung richtet sich an Winzer, Wein-Fachhändler, Vertreter von Wissenschaft und Behörden sowie Weinliebhaber und Weinbruderschaften. Teilnehmende Winzer stellen diverse Weine aus historischen Rebsorten zur Verkostung bereit.

Download Veranstaltungsplakat 
Download Pressemitteilung

Termin:

18. November 2016 - 13.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Gerd-Erbslöh-Hörsaal - Von-Lade-Str. 1 - Geisenheim

zur Einstimmung:
Slow Food Menü in der Mensa ab 12 Uhr

nach dem Symposium:
Verkostung von ca. 30 Weinen aus historischen Rebsorten und gemischten Sätzen verschiedener Winzer und Lehranstalten

Anmeldungen erbeten bis 10.11.2016 (verlängert)
an info@historischer-weinbau.de



Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen bei der Durchführung der Veranstaltung.

Programm:

13:30 - 13:50
Einführung und Begrüßung
durch den Präsidenten der Hochschule Herrn Prof. Dr. Hans Reiner Schultz
und die Staatssekretärin im Umweltministerium Dr. Beatrix  Tappeser

13:50 - 14:20
Historische Rebsorten – Entwicklungsgeschichte und aktueller Stand
(Dr. Christine Krämer, Stuttgart)

14:20 - 14:50
Die Sicherung genetischer Ressourcen als gesellschaftliche Aufgabe – das Beispiel des Weinbaus (Dr. Erika Maul, Geilweilerhof)

14:50 - 15:20
Historische Rebsorten als Chance für Vielfalt und Authentizität – die Perspektive der Verbraucher (Prof. Dr. Ulrich Steger, Slow Food Rheingau )

15:20 - 15:40 Kaffeepause

15:40 - 16:10
Erfahrungen mit dem gemischten Satz in der Praxis – die Erfahrungen in Franken
(Kai Wagner)

16:10 - 17:10
Podiums-Diskussion, Moderation: Prof. Dr. Leo Gros „Zwi-schen staatlicher Aufgabe und unternehmerischen Ex-perimenten im Weinbau – Erfahrungen und Perspektiven mit historischen Rebsorten“
mit Thomas Riedl (Verbraucher-Vertreter),
Theresa Breuer und Baron Knyphausen (Winzer)

17:10 - 17:25
Vorstellung des Projektes “Netzwerk Historischer Wein-
bau im Rheingau“
(Dr. Andreas Booß/ Peter Seyffardt)

17:25 - 17:30
Schlusswort (Prof. Dr. Ernst H. Rühl)

17:30 - 18:30
Verkostung
Eröffnung durch den Staatssekretär im HMWK, Herrn Ingmar Jung

Stimmen:

Weinbaupräsident Peter Seyffardt:
„Nur kontinuierliche weinbauliche Anpassungsmaßnahmen versprechen dauerhaften Erfolg. Ergänzende breit angelegte, wirtschaftlich tragfähige Experimente mit historischen Rebsorten können darüber hinaus ein wichtigstes Instrument sein, mit dem die Weinwirtschaft die Herausforderungen des Klimawandels meistert.“

Frederik zu Knyphausen:
„Unsere Erfahrungen mit dem gemischten Satz zeigen: Die Kunden sind erst neugierig und dann begeistert von den Geschmacks-Varianten. Guter Riesling ist heute weit verbreitet. Der gemischte Satz hingegen ist eine interessante Produktdifferenzierung, auch wenn es wohl ein Nischenprodukt bleiben wird.“

Winzerin Teresa Breuer:
„Seit über 20 Jahren bauen wir Orleans und Heunisch an – und ich lerne noch immer viel bei dem Versuch, diese Rebsorten auf den hohen Standard unserer anderen Weine zu bringen. Solche Experimente bringen uns immer wieder auf neue Ideen, die auch im Kerngeschäft interessant sind.“

Anmeldungen unter: info@historischer-weinbau.de



Donnerstag, 25. August 2016

Wiesbadener Kurier am 24.8.2016: Artikel zu historischen Rebsorten

Im heutigen Artikel "Weine von pilztoleranten Reben oft besser als ihr Ruf" erwähnt der Wiesbadener Kurier auch die Vorzüge der historischen Rebsorten.

Auszug aus dem Artikel
Slow Food: zurück zur Tradition Im Gegensatz zu den pilztoleranten Sorten, die es trotz des Zuwachses an Öko-Betrieben schwer haben, liegen alte Sorten wie Orléans oder Roter Riesling im Trend. Die Slow-Food-Bewegung, die sich auf Tradition und Ursprünglichkeit besinnt, will zurück zu diesen Sorten, aber sie werden immer nur Nischenprodukte bleiben, sagen Schmid und Konrad. Ebenso wie der „gemischte Satz“, der Anbau verschiedener Sorten in einem einzigen Weinberg, deren Trauben zusammen verarbeitet werden. Es ist eine „Liebhaberei“, die sich das Weingut Baron zu Knyphausen in Erbach leistet, die Anpflanzung von rotem und weißem Riesling, Silvaner, Gelbem Orleans, Gewürztraminer, Elbling und Weißem Heunisch, laut Konrad der „Brot- und Buttersorte des Mittelalters“. Aber sie stößt bei Weinfreunden auf immer mehr Interesse. Für die Geisenheimer Wissenschaftler sind alte Rebsorten insbesondere wegen ihres genetischen Materials wichtig. Das Institut ist seit Mitte der 1990er Jahre dabei, ein „Archiv“ aufzubauen, um unterschiedliche Spielarten alter Sorten zu sichern. Auf einer Fläche bis zu 400 Hektar, in alten Steillagenweinbergen an der Mosel und Weinbergen in anderen Anbaugebieten, wird weiter nach altem Material gesucht. Der Erhalt der genetischen Vielfalt sei wichtig für die weitere Auswahl. „Wir wissen wegen der Klimaveränderung nicht, was wir in 50 Jahren brauchen“, sagt Schmid. Erkenntnisse werden auch vom neuen Schloss Vollradser Bioversitäts-Weinberg erhofft.

Quelle / ganzer Artikel: Wiesbadener Kurier vom 24.8.2016

Und besonders freuen wir uns über den Hinweis im Infokasten des Artikels auf unser Symposium im November in der Hochschule Geisenheim!


Mittwoch, 25. Mai 2016

22.06.2016 - Exkursion zum Historischen Weinbau in Franken

Im Weinanbaugebiet Franken gibt es vergleichsweise noch viele alte Rebanlagen mit historischen Rebsorten. Herr Engelhard von der LWG Veitshöchheim hat ein interessantes Programm für unsere Exkursion nach Franken zusammengestellt,

am Mittwoch, 22.06.2016.

Programmvorschlag
  • 10 Uhr Randersacker mit Museumsweinberg "Altfränkischer Wengert" von 1990, einen 100-jährigen "Alten Fränkischen Satz", den "Frentsch" vom Weingut Störrlein und einen "Gemischten Silvaner-Weinberg" mit Grünem, Gelben, Roten und Blauen Silvaner. Eventuell kann man vor dem Mittagessen noch den Museumsweinberg "1901" in Rottendorf besuchen.
  • 12 Uhr Mittagessen an der LWG Veitshöchheim (Mensa) mit Verkostung unseres "Alten Fränkischen Satzes" von 2014 und diversen historischen Rebsorten (Adelfränkisch, Bukettrebe, Hartblau, Mohrenkönigin und Blauer Kölner), evtl. Besichtigung der Rebensammlung.
  • 14 Uhr Weiterfahrt nach Klingenberg, Besuch des "Alten Fränkischen Satzes - Rotwein" mit Führung am Museumsweinberg. Anschließend Abendessen (z.B. Heckenwirtschaft) und Rückreise.

Weitere Informationen werden nach Anmeldung mitgeteilt.
Bei Interesse an einer Teilnahme, melden Sie sich bitte kurzfristig bei uns.


Dienstag, 17. Mai 2016

Workshop: Leitlinien „gemischter Satz“ Rheingau am 20. Mai 2016


Der "gemischte Satz" war über Jahrhunderte die vorrangige Form der Weinerzeugung auch im Rheingau, während der sortenreine Anbau der im 20. Jahrhundert die historische Form des Anbaus ersetzte.

An einer Wiederbelebung des "gemischtes Satzes" sind viele Winzer interessiert, einige bieten ihn bereits an, andere planen Neuanpflanzungen alter Rebsorten. Doch was kennzeichnet einen solchen „gemischten Satz“ aus dem Rheingau in Bezug auf Rebsorten, An- und Ausbau ? Welche Freiheiten braucht der Winzer zur Produktdifferenzierung ?  Welche Chancen bietet ein solches Produkt im Markt und was muss geschehen, um diese Möglichkeiten zu nutzen ?

In Zusammenarbeit mit dem Rheingauer Weinbauverband, der Hochschule Geisenheim, Slow Food Rheingau und unter Moderation des Vereins zur Förderung des historischen Weinbaues im Rheingau e.V.“ wollen wir die begonnene Diskussion zum "gemischten Satz" fortsetzen und Leitlinien entwicklen, die diesen „gemischten Satz“ zu einem unverkennbaren Rheingauer Produkt machen.

Dazu laden wir zu einem gemeinsamen Workshop ein:
am Freitag, den 20. Mai 2016 von 14.00 – 17.30 Uhr  
in dem neuen Sitzungsräumen des Rheingauer Weinbauverbandes

*** ABGESAGT *** Einen neuen Termin teilen wir noch mit.

Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Angehörige der Weinbranche, die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen werden erbeten unter: verein@historischer-weinbau.de
oder über das Kontaktformular in der rechten Spalte (bitte nennen Sie Namen und "Zugehörigkeit")